Jamaika die Pirateninsel: Auf Captain Morgans Spuren

Jamaika die Pirateninsel: Auf Captain Morgans SpurenDie Luft ist geschwängert von Rauch und Rum. Durch das schmuddelige Fenster der Hafenkneipe sieht man die Schiffe im Hafen von Port Royal auf Jamaika. Wie viele der “Kaufmannsschiffe” in Wirklichkeit eine schwarze Flagge tragen, kann man nur ahnen. Das Piratenleben ist hart und gefährlich, aber was wäre Abenteuer ohne ein bisschen Gefahr?
Nicht erst seit dem unglaublichen Erfolg der Pirates of the Carribean Filme sind Piraten für viele Menschen Sinnbilder von Freiheit und Abenteuer. Auf Jamaika findet man nicht nur viele Schauplätze aus den Filmen, man kann auch echte Piratengeschichte erleben.

Unterhalb Kubas Osten, im Herz der spanischen Südsee, war Jamaika die perfekte Basis für Piraten, die die Spanischen Schatzschiffe auf ihrem Kurs über den Atlantik nach Cadiz abfangen wollten. Viele der blutdurstigen Freibeuter machten zwischen den Beutezügen in Port Royal halt.

Port Royal liegt zwischen den legendären Blue Mountains und einer türkisblauen Bucht. Die Stadt wirkt wie ein gesegneter Hafen. Dennoch, hatte Port Royal den Ruf der „verdorbensten Stadt des Christentums“. Als sie 1692 von einem Erdbeben zu großen Teilen zerstört wurde, glaubten Viele an eine gerechte Strafe Gottes. Denn in Jamaika herrschten die Piraten über alles. Sie hinterließen überall Spuren, die Urlauber noch Heute entdecken können. Kommen Sie also mit und entdecken Sie die Welt der Piraten in Port Royal.

Wer Port Royal betritt wird von einem verblichenen Schild mit roten Streifen begrüßt, dass einem den Weg in den alten Stadtkern weist. Dort trafen sich die Buccaneere, wie man die Piraten derzeit nannte, und tranken in einer der vielen Schenken ihr Bier. Captain Henry Morgan, der berühmteste Bewohner von Port Royal, kehrte 1668 hierhin zurück, nach dem er die “unbezwingbare” spanische Festung in Portobelo, Panama erobert hatte. Er feierte legendäre Feste und Gelage, und Touristen können in den vielen Restaurants und Kneipen auch heute noch echtes Piratenfeeling erleben.

In Port Royal gibt es viele historische Stätten, die aus der Zeit der Piraten stammen und das Stadtbild prägen. In der St. Peters Kirche, die von vielen Piraten besucht wurde, besitzt ein silbernes Kommunions-Service mit Bechern und Schalen, dass angeblich von Henry Morgan gestiftet sein soll. Dieser Bereich der Stadt war größtenteils vom Erdbeben verschont worden, und wurde in vielen Bereichen aufwendig restauriert um den Originalzustand zu erhalten.
Das Maritime Museum Port Royals besitzt eine große Ausstellung an Pfeifen, Werkzeugen, Geschirr und anderen archäologischen Fundstücken, aus den im Lauf der Geschichte versunkenen Teilen der Stadt. Von einer Rasenfläche aus, die einst Truppenübungsplatz der Britischen Armee war, kann man von originalen Verteidigungswällen aus das echte gesunkene Piratenschiff Ranger sehen.

In einer Seitenstraße findet man das alte Gefängnis, dass die Endstation für viele Freibeuter war. Auch heute noch gibt es am Gebäude viel über die Zeit der Piraten zu entdecken. Überhaupt erlebt man das Gefühl, für die Piratenzeit am besten, wenn man sich einfach in das Getümmel der Altstadt mischt. So können Sie lebendige Geschichte atmen, mit einem Hauch von Abenteuer.

Auch in den anderen Städten Jamaikas finden sich Zeugnisse der Piratenvergangenheit. Es gibt es die sogenannte Pirate Route, eine Rundstrecke die einen über 612 kimoleter einmal rund um die Insel führt. Vorbei an gestrandeten Frachtern und unberührter Natur führt die Strecke durch die Haupt-Küstenstädte Jamaikas. Die strecke wird als eine der schönsten Autorouten der Welt bezeichnet und ist im Bucht “500 Drives of a Lifetime” des National Geographic zu finden. Sie endet in Kingston, wo auch Captain Henry Morgen seine letzte Jahre verbrachte. Von seiner “Piraten Hütte” aus konnte er Angriffe hinter dicken Mauern mit Schießscharten befehligen. Ein geheimer Tunnel führte zum Strand hinunter und war seine Lebensversicherung. Bis heute hat man seine gesunkene Flotte nie gefunden, diese soll mit reicher Beute untergegangen sein. Ob es Absicht war? Wer weiß, vielleicht hat Captain Morgan ja in seinem Zuhause Hinweise hinterlassen, wo die Wracks liegen…

Überall auf Jamaika begegnet man Captain Morgan, ob im Namen von Hotels und Bars, oder im Glas als Rum. Seinen größten Schatz hat er den Jamaikanern hinterlassen: Seinen Namen. Dank seiner spannenden Lebensgeschichte kommen viele Menschen hierher um seine Spuren zu suchen, mit einem Haus von Abenteuer in der Nase.

Wer irgendwann genug von den Abenteuern hat, kann sich an den einsamen und unbeschreiblich schönen Sandstränden Jamaikas entspannen. Dort scheint die Zeit still zu stehen, im ewigen Spiel von Ebbe und Flut. Wenn Sie dann am Strand liegen, passen Sie auf, was für Segel am Horizont auftauchen, denn man weiß ja nie, ob Sie nicht vielleicht doch noch ein Piratenschiff entdecken.

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